Wir waren auf der vuejs.de Konferenz! Warum moderne JS-basierte Frameworks wie Vue.js bei der visuellen Darstellung von Data Science und UI unabdingbar geworden sind und was wir darüber in Berlin gelernt haben – davon wollen wir euch in diesem Blogeintrag berichten.

Laut der State of Javascript Umfrage zählt Vue.js schon seit einigen Jahren zu den beliebtesten und bekanntesten Frontend-Frameworks. Besonders hervorzuheben sind dabei die niedrige Einstiegshürde, die große und aktive Community sowie die Tatsache, dass hinter dem Projekt nicht einer der Techgiganten, sondern ursprünglich allein Vue-Gründer Evan You steht. Aus diesen Gründen beschäftigen wir uns bei statworx schon länger mit dem Framework und hatten deshalb große Vorfreude auf die Vue.js Conf 2022 in Berlin.

Unsere drei Haupteindrücke der Konferenz

Die Konferenz bestand hauptsächlich aus halbstündigen Talks, die durch ihre Vielfalt das breite Anwendungsspektrum und die verschiedenen Einsatzgebiete von Vue.js Frontends aufgezeigt haben. Mehr Details zu den Talks finden sich hier. Um die Eindrücke der Konferenz wiederzugeben, fassen wir im Folgenden unsere Key Takeaways zusammen.

Die Vue.js Community zeigt sich als offen, freundlich und gut organisiert

Die kompetenten Speaker sind zu einem großen Anteil Mitglieder des Vue.js Core-Teams. Dies und die live Q&A Session zu Beginn mit Evan You, dem Begründer von Vue.js, sorgten durchweg für hochqualitative und relevante Beiträge. Unter anderem wurde hier auch die letzte Erweiterung von vue2 auf vue3 thematisiert und wie man mit Legacy Projekten und deren Überführung umgehen kann.

Auch der Veranstaltungsort “Bolle Festsäle” war eine gute Wahl, da er für eine freundliche und lebendige Atmosphäre sorgte. Das Organisations-Team bewies auch ein gutes Händchen für Speis und Trank, so wurde im Stundentakt für abwechslungsreiche Verkostung gesorgt. Die Bühne für eine gelungene Konferenz war also bereits von Beginn an gegeben!

In den vielen Live-Coding Session innerhalb der Talks zeigte sich auch, dass die Community, geprägt vom Open Source Gedanken, aufgeschlossen, hilfsbereit und diskussionsfreudig ist. Dass auch Mitgliedern des Core-Teams einfache Fehler beim Coden passieren (sicherlich nur der Tatsache geschuldet, vor einem großen Publikum live zu coden), ermutigt zudem, die eigenen Fehler nicht zu kritisch zu sehen.

Tests erhöhen das Vertrauen in die entwickelten Frontends

Die Beiträge von Debbie O’Brien und Markus Oberlehner haben sich mit dem Thema Testing von Frontends befasst. Die Aussage der Speaker, dass Testing ein wichtiger Bestandteil ist, den man nicht vernachlässigen, sondern vom Beginn eines Projektes mit integrieren sollte, traf im Publikum auf offene Ohren und Zustimmung. Es wurden neben den gängigen Tools Cypress und Vitest, auch neue Tools wie Playwright vorgestellt und besonders auf Tipps und Tricks zur Anwendung eingegangen. Hierbei zeigte sich, dass es nicht das „eine“ Tool gibt, das alles kann, sondern die Kombination und zielorientierte Anwendung entscheidend ist. Testing soll neben der Prüfung der Funktionalitäten häufig vor allem schnelles Feedback liefern, sodass Bugs und Fehler zügig gefunden und behoben werden können.

So kommt es nicht nur darauf an „wie“ getestet wird, sondern auch auf das „Was“. Im anschließenden Gespräch mit Markus Oberlehner hat sich daher auch unsere Einstellung bestätigt, dass Testing – wie so vieles – kein Schema F aufweist. Stattdessen sind die Erfahrung und Expertise eines Entwicklers gefordert, die richtigen Tests mit den richtigen Tools zu schreiben.

Fortbildung findet auch in der Pause statt

Während den Mittags- und Kaffeepausen gab es neben der Verpflegung noch weitere Möglichkeiten, sich fortzubilden und zu vernetzten. So gab es zum Beispiel ein „Live Hacking“ einer Demo Webpage, bei dem eine Sicherheitslücke ausgenutzt wurde, um das Access Token des Administrators herauszubekommen. Die ausgenutzte Sicherheitslücke war die ungeprüfte User-Eingabe. In das User-Eingabefeld wurde statt den Login-Daten bösartiger HTML-Code eingefügt, der bei der Ausführung auf sensible Information, wie das Access Token, zugreift. Da die User-Eingabe ungeprüft blieb, konnte der bösartige HTML-Code ausgeführt werden. Diese Art von Angriff wird Cross-site Scripting (XSS) Angriff genannt. Die Demo zeigte die Wichtigkeit der sorgfältigen Bereinigung und Validierung der User-Eingaben durch die Entwickler, um sich vor solchen Angriffen zu schützen.

Von der Konferenz zurück in den Alltag

Die gut getakteten Vorträge der eintägigen vuejs.de Konferenz sorgten für ein volles Programm, das Lust auf mehr macht. Daher kehren wir mit neuen Ideen und Tatendrang zurück und versuchen die Eindrücke wirken zulassen. Getreu einem unserer statworx-Firmenwerte „We grow though challenge“, werden wir in unseren Projekten weiterhin daran arbeiten, die vielzähligen und komplexen Aufgaben unter einen Hut zu bringen. Denn:

Ein gut designtes, getestetes und sicheres Frontend kann den Wert einer Data Science Applikation immens steigern, da es für den Nutzer der erste (und oft auch einzige) Kontakt zum zu Grunde liegenden Modell ist. Jakob Gepp

Im April 2022 fand im Bierhübeli in Bern die erste Ausgabe des Unfold Events statt, welches von unserer Partnerfirma Cleverclip ins Leben gerufen wurde – und wir von statworx waren natürlich auch dabei. Das Event stand unter dem Motto „Raus aus der eigenen Branche, rein ins Unbekannte: Gemeinsam nehmen wir neue Blickwinkel ein und erweitern unseren Horizont.“

Auf dem Programm stand ein Nachmittag voller Keynotes zu zukunftsorientierten Themen, Networking Sessions und vielem mehr! Auch wir haben uns tatkräftig am Event beteiligt: Unsere Kollegin Livia Eichenberger hat eine Keynote zum Thema Bias in AI gehalten (bzw. halten lassen ????), und als Sponsoren des Events hatten wir zudem eine Booth vor Ort. Was beim Betreten der Eventhalle im Bierhübeli direkt aufgefallen ist: Die unglaubliche Atmosphäre und das diverse, durchmischte Publikum. The stage was set!

Die Talks beim Unfold 2022

Herzstück des Events waren die Keynotes zu solch verschiedenen Themen, dass ich sie hier gar nicht zusammenfassen kann, sondern direkt meine Insights von den Talks mit euch teilen möchte:

Talk 1: Prof. Dr. Andreas Hack

„Sich als Unternehmen als nachhaltig zu betiteln, bewirkt beim Kunden genau das Gegenteil.“ Dieser Aussage ging Prof. Dr. Andreas Hack in seiner Keynote zum Thema Nachhaltigkeit auf den Grund. Seine Kernaussagen waren:

  • Das Image einer Firma im Bezug auf Nachhaltigkeit hat viel mehr mit der Glaubwürdigkeit der Firma bzw. Marke zu tun, als damit wie eine einzelne Nachhaltigkeitskampagne aufgebaut ist.
  • Glaubwürdigkeit in jeglichen Aspekten, auch jenseits der Nachhaltigkeit, ist essenziell dafür, dass man einem Unternehmen glaubt, dass es nachhaltig ist.
  • Achtung: Stark umworbene Nachhaltigkeitskampagnen können auch mal wenig oder gar das Gegenteil bewirken. Als Beispiel dazu nannte Prof. Dr. Hack eine Kampagne von Krombacher, bei der für jeden Kasten Bier 1m^2 Regenwald erhalten wird. Er nannte die Aktion humorvoll: „Wir saufen für den Regenwald“.

Talk 2: Livia Eichenberger

„Wir kommen täglich mit AI in Berührung – bloß merken wir es meistens nicht.“ So lautete der Teaser der Keynote unserer Kollegin Livia. Aber ihre Keynote ging noch weiter und zeigte auf, welche Risiken durch die Nutzung von KI-Technologien in sich birgt. Leider konnte Livia nicht in Person am Unfold teilnehmen und ihre Keynote halten. Freundlicherweise hat sie kurzerhand eine virtuelle Helferin gefunden, den AI Avatar Rosa. ???????? So konnte die Message der Keynote trotzdem im Bierhübeli überbracht werden. Besonders zu highlighten sind folgende Take-aways:

  • Menschliche Biases spiegeln sich in den Daten, auf denen KI-Systeme trainiert werden. Wenn man sich nicht um diese Probleme kümmert, werden diese Biases auf KI-Systeme übertragen.
  • Für unvoreingenommene KI brauchen wir eine diverse KI-Community!
  • Wenn wir richtig vorgehen, können wir als Gesellschaft Hand in Hand mit KI-Systemen den Bias in der Gesellschaft durchbrechen. Die Zeit zu Handeln ist jetzt!

Talk 3: Alan Frei

Alan Frei’s Credo lautet: „Um eine Firma aufzubauen, braucht es am Anfang vor allem eines: gar nichts!“ Unter diesem Motto nahm Alan die Leute mit auf seine Reise als Unternehmer, und gab uns seine 10 Takeaways für die Gründung eines Startups mit auf den Weg, unter anderem:

  • Focus: Fokussiere dich auf eine Idee.
  • Target group: Arbeite an einem Problem, was dich selbst auch betrifft.
  • No fear: Habe keine Angst zu Scheitern, die Liste von Alan’s Fails hatte mit Schriftgrösse 10 knapp Platz auf einer Folie (Danke für deine Ehrlichkeit Alan!).
  • Fun Fact: Alan hat es sich nun zum Ziel gesetzt an der Winterolympiade 2026 für die Philippinen zu starten. Auf die Frage nach der Disziplin kam bloss die Antwort: „Das müssen wir noch herausfinden.“ ????

Talk 4: Jürg Grossen

„Die Schweiz kann mit hoher Innovationskraft und Offenheit zur Vorreiterin beim Umwelt- und Klimaschutz werden.“ Dessen ist sich Jürg Grossen sicher. Was wir dafür tun müssen:

  • Die Möglichkeit haben, im Notfall Selbstversorger:in zu sein.
  • Einen effizienteren Umgang mit Strom. Schluss mit der Verschwendung! Ein Helfer kann IOT sein, wie Jürg Grossen auch in seiner eigenen Firma eindrücklich aufgezeigt hat.
  • Ein starkes Investment in die Solarenergie.

Talk 5: Nicholas Hänny

Wenn es nach Nicholas Hänny, Gründer von Nikin, geht, dann ist eins gewiss: „Es geht nicht um die Idee, es geht um die Umsetzung.“ Konkret redet Nicholas hier von den Bereichen Marketing und Branding. Meine Takeaways seiner mit Humor gespickten Keynote waren:

  • Nicht jeder Marketing Post oder jede Kampagne muss genau geplant sein, es kann schon hilfreich sein einfach aktiv das zu posten was man gerade denkt oder macht.
  • Nikin wollte ursprünglich eine Skater Marke werden. Als Nicholas und sein Team dann merkten, dass auch andere Leute ihre Produkte kaufen, haben sie sich schnell von diesem Vorhaben gelöst.
  • Das Wald-Office gibt es nicht ???? Für mehr Infos zum Wald-Office, siehe hier.

 

Afterparty

Nach den Talks und einer anschliessenden, sehr aktiven Networking-Session verschob sich die Action in das neu im „Jungle-Look“ designte Cleverclip Office im Herzen Berns. Dort haben wir bei dem einen oder anderen Bier, tollen Leuten und bei entspannter Atmosphäre den Abend ausklingen lassen.

Unfold geht 2023 in die zweite Runde

Neugierig geworden? Cleverclip hat bereits das Datum für das Folgeevent der Unfold verkündigt. Am 30. März 2023 findet die Unfold wieder im Bierhübeli in Bern statt. Alle Infos findet ihr auf der Website: https://unfold-event.ch/

Wir möchten uns nochmal bei Ceverclip für die super Organisation bedanken und sagen: Bis nächstes Jahr!

  Stephan Müller

Intro

statworx hat dieses Jahr zum ersten Mal am START Summit x Hack teilgenommen. START fand in den OLMA Messen in St. Gallen statt und wurde von Studierenden der Universität St. Gallen – meiner Alma Mater – organisiert. Diese Doppelveranstaltung bestand aus dem START Summit, Europas führender Studierendenkonferenz für Unternehmergeist und Technologie, und dem START Hack, Europas innovativstem Hackathon. Mehr als 3.500 Gründer:innen, Investor:innen, Studierende und Besucher:innen aus der ganzen Welt nahmen an der Veranstaltung teil. Da statworx der Hauptsponsor des START Hack war, gehörte unser CEO, Sebastian Heinz, zur Jury, die das Gewinnerteam des Hackathons auswählte. Außerdem war ein Teil unseres Swiss und AI Ventures Teams an unserem Stand auf der START Summit Messe anwesend. Nach zwei sehr spannenden, beeindruckenden und aufschlussreichen Tagen möchte ich meine sieben wichtigsten Erkenntnisse mit euch teilen.

7 Erkenntnisse vom Start Summit X Hack 2022

AI ist überall

Nicht nur, dass fast alle Hackathon-Lösungen datengetrieben waren, es gab auch viele Start-ups und Unternehmen mit KI-Produkten und -Dienstleistungen auf der Messe, wie zum Beispiel der KI-Zahnarzt von zaamigo, der deine Zähne analysiert und dir sagt, wann es Zeit ist, zum Zahnarzt zu gehen. Außerdem war KI ein zentrales Thema in vielen Vorträgen, Diskussionen und Workshops. Das hat mir wieder einmal gezeigt, dass KI überall ist und die Schlüsseltechnologie unserer Zukunft ist.

Die Zukunft ist nachhaltig und menschenzentriert

Es hat mich sehr gefreut zu sehen, dass die Ideen, Technologien und Lösungen, die auf dieser Veranstaltung vorgestellt wurden, darauf ausgerichtet waren, eine bessere Welt zu schaffen, sowohl für die Umwelt als auch für uns Menschen. Das war auch ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung der START Hack-Jury für das Gewinnerteam, das eine neue Methode zur Integration menschlicher Eigenschaften in digitale Konversationen entwickelt hat, um schädliche Inhalte in Online-Diskussionen zu reduzieren.

Das Metaverse kommt

Die Schaffung von Metamuseen zum Verkauf digitaler Kunst, Diskussionen über die Relevanz von Rezensionen im Metaverse und Ideen, wie psychologische Beratung über einen anonymen Avatar effektiver sein könnte – die Möglichkeiten und Visionen des Metaverse waren allgegenwärtig. Das Metaverse, unsere zweite Welt, eine virtuelle Realität, könnte schneller kommen, als wir denken.

Technologische Lösungen umfassen mehr als Datenverarbeitung

Der Pitching-Wettbewerb der START Hack-Finalist:innen hat gezeigt, dass die Entwicklung nachhaltiger und effektiver technischer Lösungen viel mehr umfasst als die Verarbeitung von Zahlen und Programmierung, nämlich:

  • Das Problem in seinem Kern erkennen.
  • Die jeweiligen Stakeholder verstehen.
  • Vorhandene Lösungen recherchieren.
  • Ein funktionierendes Geschäftsmodell entwickeln und das wiederum einem Publikum verständlich präsentieren.

Studierende rocken

Nicht nur die am START Hack teilnehmenden Studierenden haben innovative, kreative und zukunftsweisende Lösungen entwickelt. Der START Summit x Hack wurde ausschließlich von Studierenden der Universität St. Gallen organisiert. Sie managen ein internationales Hybrid-Event, das jedes Jahr über 3.000 Menschen aus der ganzen Welt anzieht. Hut ab!

Einen ansprechenden Stand zu gestalten ist eine Herausforderung

Einen Stand auf einer Messe wie dem START Summit zu haben ist eine Sache, aber damit Leute anzulocken eine ganz andere: Einerseits haben wir festgestellt, dass unser Slogan „we create the next“ zwar zum Nachdenken anregt, die Leute aber eher verwirrt, als dass er sie dazu bringt, mit uns am Stand zu sprechen. Glücklicherweise stellte uns unser Marketingteam ein informationsreicheres Roll-up zur Verfügung. Andererseits ist ein Monitor mit bewegten Inhalten und bunten Bildern ein echter Publikumsmagnet – vielen Dank an das AI Ventures-Team dafür.

Meine statworx Kolleg:innen sind die Besten

Schließlich hat mir diese Veranstaltung gezeigt, was für wunderbare, kluge und fürsorgliche Menschen wir bei statworx haben. Während und vor der Veranstaltung halfen sie mir bei der Organisation auf jede erdenkliche Art und Weise. Selbst spontane Änderungen wurden unkompliziert und hilfsbereit gehandhabt. Unser Teamgeist und unsere positive Ausstrahlung schien auch von anderen wahrgenommen zu werden: Die Hacker:innen waren begeistert von der charismatischen 3-Minuten-Rede unseres Geschäftsführers, und die Besucher:innen unseres Standes machten uns mehrfach Komplimente, was für sympathische und aufgeschlossene Menschen wir in unserem Unternehmen haben.

Fazit

Ich möchte mich bei allen Veranstalter:innen von START Global bedanken, die diese fantastische Veranstaltung möglich gemacht haben, und bei meinen Kolleg:innen für ihre Unterstützung, ihre positive Energie und ihre gute Laune! Ich freue mich schon jetzt auf die START Summit x Hack 2023! Livia Eichenberger Livia Eichenberger Livia Eichenberger Livia Eichenberger Livia Eichenberger

Am vergangenen Freitag, den 31. Dezember, ging ein erstaunliches Jahr zu Ende, sowohl für mich als auch für STATWORX. Das Jahr 2021 war geprägt von (zu) viel Arbeit, großen Erfolgen und Siegen, aber auch bitteren Niederlagen und Verlusten. Im Laufe eines Jahres passieren so viele Dinge, die es wert sind, erlebt zu werden, seien sie gut oder schlecht, und die mich immer wieder daran erinnern, warum ich das, was ich tue, liebe. 2021 war mit Sicherheit eines der aufregendsten, herausforderndsten aber auch lohnendsten Jahre meiner bisherigen, beruflichen Laufbahn. Wie auch im letzten Jahr habe ich beschlossen, dieses Jahr mit einem kurzen Rückblick auf 2021 zu beginnen und einen Ausblick darauf zu geben, was im Jahr 2022 alles auf dem Programm steht. Spoiler-Alarm: Dieses Jahr wirft bereits große Schatten voraus – durch den Aufstieg von statworx next.

2021 – Das Jahr im Rückblick

Trotz der anhaltenden Pandemie hatte STATWORX in 2021 ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr. Nach einem eher unspektakulären Jahr 2020 ist es meinem Team und mir gelungen, Umsatz, Größe und Impact unseres Unternehmens im Jahr 2021 deutlich zu steigern. Vor allem das wichtige 4. Quartal hat in diesem Jahr anders zugeschlagen und steigerte unsere Umsatz- und Gewinnzahlen nochmals erheblich. Neben den reinen Zahlen haben unsere Teams viele großartige Dinge erreicht: Wir haben neue Abteilungen und Funktionen eingeführt, sowohl im Front- als auch im Backoffice. Wir verwenden jetzt OKR als unser offizielles Zielsetzungsframework. Wir hatten einen Exit unserer erste Start-up-Investition an Databricks. Wir haben in drei weitere KI-Start-ups investiert. Wir sind mehreren Verbänden beigetreten, wie dem KI Bundesverband und AI Frankfurt. Wir haben Jugendliche in KI weitergebildet. Wir haben an großartigen Events wie dem Fifteen Seconds Festival in Graz, der Startup Safari in Frankfurt, deploy(impact) oder SDS201 in der Schweiz teilgenommen und dazu beigetragen. Und so weiter, und so weiter. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Hier noch einige persönliche Eindrücke aus diesem großartigen Jahr bei STATWORX.

Impressionen aus dem Geschäftsjahr 2021

Nicht zuletzt war 2021 auch unser 10-jähriges Firmenjubiläum! Im Januar 2011 ging die erste STATWORX-Website online. Dazu habe ich einen eigenen Blogbeitrag geschrieben. Das Jahr 2021 bescherte uns einige wirklich tolle Erlebnisse, brachte gleichzeitig aber auch viele neue Herausforderungen für unser wachsendes Unternehmen mit sich.

Erfolge und Herausforderungen gehen Hand in Hand, wenn es um Wachstum geht

Ein Unternehmen wachsen zu lassen ist schwer. Wirklich schwer. Während wir uns Schritt für Schritt der 100-Mitarbeiter-Marke nähern, ändern sich viele Dinge im Unternehmen – und müssen sich ändern. Aus „Neuigkeiten beim Mittagessen verbreiten“ wird „offizielle Kommunikation“. Aus „Das war schon immer so“ wird ein dokumentierter Prozess. Beförderungskriterien werden standardisiert. Karrierewege werden entwickelt. Persönliche Situationen ändern sich. Mitarbeitende verlassen das Unternehmen, um neue Chancen zu ergreifen. Interne Politik kommt auf. You know the deal. Nicht falsch verstehen, Wachstum ist eine gute Sache und etwas, auf das wir stolz sind, aber es hat seinen Preis. Wie bei jedem anderen Objekt bedeutet mehr Masse auch mehr Schwerkraft – mehr Dinge werden angezogen. Meistens positive Dinge, aber auch Herausforderungen und Probleme. Je größer das Unternehmen wird, desto schwieriger wird es, das Gesamtkonstrukt zusammenzuhalten. Das erinnerte mich an eine Vorlesung zu Greiners Wachstumsmodell aus meiner Zeit and der Universität:

Greiners Wachstumsmodell am Fallbeispiel von STATWORX 🙂

Wenn ein Unternehmen wächst, wird schließlich die Bedeutung und das Verlangen nach einem gemeinsamen Ziel, einer gemeinsamen Vision unausweichlich, um das Unternehmen und alle seine Mitarbeiter gemeinsam und zielgerichtet in die Zukunft zu führen. In der Vergangenheit waren viele Teammitglieder bei STATWORX stark motiviert, weil sie sahen, dass das Unternehmen erfolgreich und auf dem Markt nachgefragt war. Das berühmte „Why“ war für viele jedoch lange Zeit unklar. Man wuchs mit dem Unternehmen. Monetäre Erfolge und Wachstum haben uns die ersten Kilometer des Weges getragen. Aber motivieren sie auf einer linearen Skala? Eindeutig nein. Nicht jeder neue Kunde erzeugt die gleiche Motivation und Begeisterung wie der erste große Deal.

Eine Folie, die ich in 2021 meinem Team gezeigt habe

STATWORX hat mir also die Frage gestellt: Was treibt und an? Auch in schwierigen Zeiten, wie im COVID-Jahr 2020? Was ist unser Ziel? Warum tun wir, was wir tun? Ich musste Antworten auf diese Fragen finden. Damit begann die Reise zu statworx next.

Die Reise zu statworx next

Angetrieben von diesen Fragen begab ich mich zwischen den Jahren 2020 und Januar 2021 auf eine Reise, um eine Vision und ein Ziel für die Zukunft von STATWORX zu entwickeln. Rückblickend war dies – ohne Frage – eines der wichtigsten Dinge, die ich je für das Unternehmen getan habe. Aber auch eine der schwierigsten. Ich habe viele Tage und Nächte mit Recherchen und Brainstorming verbracht, mich durch endlose Artikel, Videos und Bücher gearbeitet, bis ich schließlich an meinem Ziel ankam. In der ersten Januarwoche 2021 wurde statworx next geboren. Die Antwort auf unser Warum. Eine Vision. Ein Ziel.

Noch eine Folie, die ich meinem Team gezeigt habe 🙂

In einer motivierenden Rede in der letzten Januarwoche 2021 habe ich vor allen Mitarbeitern des Unternehmens statworx next vorgestellt und dargelegt, was ich mir für STATWORX in der Zukunft vorstelle. In Anlehnung an Cameron Herolds „Vivid Vision“-Ansatz habe ich die gesamte Vision in einem Dokument niedergeschrieben, damit jeder klar und deutlich versteht und sich vorstellen kann, was ich vor meinem inneren Auge sehe. Die „Vivid Vision“ ist ein schriftlicher Ausdruck dessen, wie das Unternehmen in Zukunft aussehen und sich anfühlen soll. In dem Dokument beschreibe ich STATWORX in der Zukunft, wobei ich alle wichtigen Bereiche des Unternehmens hervorhebe: Geschäftsbereiche, Dienstleistungen, Produkte, Mitarbeiter, Kultur usw.

Aber statworx next ist mehr. Es hat einen tiefen, inspirierenden Kern. Er hat eine Bedeutung. Es gibt unserem Unternehmen einen Grund, das zu tun, was wir tun, so wie wir es tun. Es ist ein Leuchtturm für jeden Mitarbeitenden, der unseren Weg des Wachstums sowie unsere Rolle als Unternehmen in unserer heutigen und zukünftigen Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt definiert.

Nach der Präsentation von statworx next hat sich das gesamte Unternehmen sofort angefangen zu bewegen. Es wurden spezielle Visions-OKRs entwickelt, die sich herunterkaskadieren auf unsere Unternehmensziele, Geschäftsabteilungen und Backoffice-Teams. Es wurden Mitarbeiter für unsere neuen Geschäftsbereiche eingestellt, die aus statworx next hervorgegangen sind. Interne Initiativen wurden an der Schnittstelle zwischen statworx next und unserem Kerngeschäft gebildet. Die Mitarbeiter begannen, an Innovationsprojekten zu arbeiten. Die Energie war wahnsinnig. Das zu sehen, hat mir die elementare Bedeutung des „Why“ in einem Unternehmen klar vor Augen geführt. Lektion gelernt.

Das ganze Jahr 2021 hindurch hat das gesamte Unternehmen hinter den Kulissen hart an statworx next gearbeitet. Jetzt, im Jahr 2022, Ende Januar, werden wir statworx next offiziell unseren Kunden und der Öffentlichkeit vorstellen. Aus diesem Grund glaube ich fest daran, dass 2022 das beste Jahr für unser Unternehmen in der Geschichte sein wird!

Im Jahr 2021 sind wir gewachsen – und haben an Impact gewonnen. Wir sind bereit weiterzugehen. In 2022 ist es Zeit für das nächste Kapitel. Time to challenge the now. Create the next. Shape the future. For the better. Es ist Zeit für statworx next.

Sebastian Heinz Sebastian Heinz

Bereits letztes Jahr war das gesamte Schweizer Team von STATWORX zum ersten Mal beim Digital Festival Zürich dabei. Daher haben wir uns schon sehr auf das diesjährige Event gefreut, das vom 23. bis 26. September im Schiffbau in Zürich stattfand, der praktischerweise gleich um die Ecke unseres Schweizer Büros liegt. Unter dem Motto „Make It Personal“ brachte eine Vielzahl von Keynotes, Labs und Networking-Sessions digitale Führungskräfte, Digital-Aficionados und Innovator:innen zusammen, die alle von Neugier, Offenheit und einer Maker-Mentalität angetrieben wurden. Passend zum diesjährigen Motto des Digital Festivals möchte ich Ihnen meine persönlichen fünf Highlights dieses Events nicht vorenthalten.

5 Highlights vom Digital Festival Zürich 2021

1. AI Experience: Lernen. Interagieren. Anwenden

In diesem Jahr nahmen wir nicht nur als Gäste am Digital Festival Zürich teil, sondern hatten auch die Möglichkeit, am Freitagnachmittag eine Lab-Session zu veranstalten. In unserem AI Experience Lab haben wir zunächst eine kurze Einführung gegeben, was sich hinter dem Buzzword künstliche Intelligenz verbirgt, und die Möglichkeit geboten, mit verschiedenen KI-Anwendungen zu interagieren und herumzuspielen. Zum Beispiel mit einem GPT-3-basierten Data Science Chatbot oder der Teachable Machine von Google.

Nach der Präsentation verschiedener Anwendungsfälle der vorgestellten KI-Technologien konnten die Teilnehmenden weitere Anwendungsfälle für ihr jeweiliges Geschäftsfeld ausarbeiten. Da wir recht spontan die Chance bekamen, eine Lab-Session zu veranstalten, freuten wir uns umso mehr, dass sie sofort ausgebucht war. Die Gruppe war sehr heterogen – Geschäftsleute aus verschiedenen Branchen, Forschende und auch einige Studierende – was zu vielen interessanten Gesprächen und Diskussionen führte. Es war eine große Freude zu sehen, wie interessiert und engagiert die Teilnehmenden waren.

In der abschließenden Fragerunde wollten sie vor allem wissen, wie KI in Zukunft aussehen wird und welche Auswirkungen sie auf die Gesellschaft haben wird. Das hat mir wieder einmal gezeigt, wie wichtig es ist, sich nicht nur auf KI in der Wirtschaft zu konzentrieren, sondern auch Themen im Bereich KI und Gesellschaft anzusprechen und voranzutreiben.

2. Blind Spot – Das Spiel für Ihr nächstes Teamevent

Neben unserer eigenen Session habe ich noch an einer weiteren Lab-Session teilgenommen, und die war ein Hit. In diesem Lab hatten wir die Möglichkeit, Blind Spot zu spielen. Blind Spot ist ein kooperatives Brettspiel, das von Sabrina Schenardi und Matthias Koller mit Unterstützung des Spieleentwicklers Robert Stoop im Rahmen einer MBA-Arbeit erforscht und entwickelt wurde.

In Teams waren wir für die Leitung eines fiktiven Unternehmens mit allen üblichen Abteilungen wie Personal, Finanzen oder IT verantwortlich. Mit Schnelligkeit, Strategie und Zusammenarbeit mussten wir verschiedene Herausforderungen bewältigen und Zielkonflikte lösen. Es dauerte einige Zeit, bis sich unser Team an den Gedanken gewöhnt hatte, miteinander und nicht gegeneinander zu spielen. Es war auch sehr interessant zu sehen, dass jede:r von uns eine andere Vorstellung davon hatte, was Gewinnen in diesem Spiel bedeutet: Während einige von uns darauf aus waren, so viel Geld wie möglich auf dem Konto zu haben, wollten andere zum Beispiel um jeden Preis vermeiden, in einen blinden Fleck zu geraten (eine Situation, in der man eine enorme Menge an Aufgaben zu lösen hat). Und dann gab es noch diejenigen, die das Spiel einfach schneller als die anderen Teams beenden wollten.

In der abschließenden Diskussion, nachdem alle Teams das Spiel beendet hatten, stellten wir fest, dass keine:r von uns mehr Recht oder Unrecht hatte als die anderen. Genau wie in der realen Geschäftswelt gibt es viele verschiedene Strategien und Maßnahmen, um ein Unternehmen erfolgreich zu führen.

3. Überall Festival-Atmosphäre

Was mir am Digital Festival Zürich im Vergleich zu anderen Business- und Networking-Konferenzen wirklich gefällt, ist der außergewöhnliche Veranstaltungsort und die lockere Atmosphäre dieser Veranstaltung. Schon beim Einchecken erinnerten mich die Badges und Festivalarmbänder mehr an meinen Besuch des Gurtenfestivals vor ein paar Jahren, als an meinen letzten Besuch einer Business-Konferenz. Nur, dass das Einchecken hier viel schneller ging als bei jedem Musikfestival, das ich je besucht habe. Dieses Festivalgefühl zog sich durch die gesamte Veranstaltung und rechtfertigte den Namen Digital Festival voll und ganz.

Das Foyer war mit verschiedenen Foodtrucks, Erlebnisständen und Sitzecken zum Plaudern gefüllt. Der gesamte Hauptveranstaltungsort war sehr offen und flexibel gestaltet, so dass man problemlos zwischen Keynote-Vorträgen, Networking und Catering wechseln konnte, ohne jemanden zu stören. Generell war der Veranstaltungsort perfekt auf das Thema der Digitalisierung abgestimmt. Der Schiffbau, der ursprünglich für den Bau von Schiffen genutzt wurde, befindet sich im Herzen des Zürcher Tech-Quartiers, direkt neben dem berühmten Technopark. Der industrielle Stil des Gebäudes in Kombination mit der modernen, avantgardistischen Dekoration bot die perfekte Umgebung für Innovationen, Ideen und Diskussionen zu Themen unserer digitalen Zukunft.

4. Was für ein kulinarisches Erlebnis!

Das Tüpfelchen auf dem „i“ dieser Veranstaltung war definitiv das Catering. Nach dem Einchecken wurden wir mit Croissants, frischen Säften und Smoothies und – das Beste für einen Frahlingliebhaber wie mich – mit einem Barista-Truck mit frisch geröstetem Kaffee begrüßt. Zum Mittagessen war die Lobby voller Food Trucks, die alles anboten, was das Herz begehrt: Currys, Pasta, Arbeit, Sushi, Burger und mehr – alles superfrisch und lecker. Und das Beste daran: Da die Portionen eher Tapas-Größe hatten, konnte man alles probieren, ohne Lebensmittel zu verschwenden. Es gab auch viele vegetarische und vegane Optionen, so dass wirklich für jeden etwas dabei war. Mein persönlicher Favorit: die vegetarischen Gnocci mit Sahne, Spinat und Walnüssen. Zum Nachtisch konnten wir uns mit einem süßen Eis aus der Region verwöhnen. Nach den Lab-Sessions am Nachmittag wurde uns ein köstlicher Aperitif mit Köstlichkeiten wie Muscheln, Weißweinrisotto und Cocktail-Frikadellen angeboten. Zusammen mit dem lokalen Bier und Wein war dies der perfekte kulinarische Abschluss dieser Veranstaltung.

5.Keynote: KI für die Entscheidungsfindung?

Mein persönliches Highlight beim Digital Festival war die Keynote von Elliott Ash zum Thema Building a Robot Judge – What Role for Artificial Intelligence in Judicial Decision-Making. Anhand der Idee, einen Roboter-Richter zu bauen, ging Elliott Ash auf die Frage ein, wann KI zur Unterstützung der menschlichen Entscheidungsfindung eingesetzt werden sollte. Um diese Frage zu beantworten, stellte er drei Kategorien von Entscheidungsprozessen und die damit verbundenen Chancen und Risiken des Einsatzes von KI in jedem dieser Prozesse vor. Insgesamt sind die wahrscheinlich größten Risiken bei der Integration von KI in Entscheidungsprozesse Vorurteile und Diskriminierung. Da Vorurteile bei KI ein sehr komplexes Thema ist, gibt es noch keine perfekten Lösungen für dieses Problem. Es gibt jedoch Möglichkeiten, wie KI eingesetzt werden kann, um Vorurteile in Systemen und sogar in Menschen zu erkennen.

Im Zusammenhang mit der Entwicklung fairer Algorithmen warf Eliott Ash eine weitere sehr interessante und wichtige Frage auf: Welchen Bezugspunkt verwenden wir, um die Fairness und Transparenz von KI-Systemen zu messen? Bei all den Diskussionen über KI-Fairness vergessen wir oft, dass wir Menschen selbst sehr voreingenommen und inkonsequent sind. In der Tat sind KI-Systeme nur deshalb voreingenommen, weil sie mit menschlichen Daten trainiert und von uns entwickelt und bewertet werden. Er wies auch darauf hin, dass Vorurteile bei KI oft dann auftritt, wenn ein sensibles Merkmal wie die Hautfarbe als Ersatz für ein anderes fehlendes Merkmal verwendet wird.

Ohne hier ins Detail zu gehen, hat mir dies einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, den Bereich des kausalen maschinellen Lernens voranzutreiben, um KI-Systeme mit kausalem Denken zu entwickeln, da diese Systeme das Proxy-Problem automatisch lösen würden und insgesamt robuster sind als aktuelle KI-Lösungen.

Abschließend möchte ich Elliott Ash für diese großartige Keynote danken, die alle meine persönlichen Interessen rund um KI – Voreingenommenheit, Ethik, Menschen und Kausalität – vereint und mir viele neue Ideen und Gedanken zu diesen Themen vermittelt hat.

Fazit

Nach unserer Teilnahme am Digital Festival Zürich im letzten Jahr hatten wir hohe Erwartungen an das diesjährige Digital Festival, und wir wurden nicht enttäuscht. Wenn möglich, war die diesjährige Ausgabe sogar noch besser.

Zusätzlich zu meinen fünf oben genannten Highlights habe ich all die interessanten Menschen, die ich getroffen habe – alte Freunde und neue Bekannte – und die anregenden Diskussionen mit ihnen sehr geschätzt. Ich habe mich auch sehr gefreut, dass ich einen ganzen Tag mit meinen Schweizer Teamkollegen verbringen konnte, denn aufgrund der Corona-Pandemie war dies schon lange nicht mehr möglich.

Abschließend möchte ich mich bei allen Organisator:innen des Digital Festivals für die Durchführung dieses Events und bei allen Teilnehmenden für ihre Ideen, Inputs und ihre positive Energie bedanken. Wir freuen uns schon jetzt auf das Digital Festival 2022!

Livia Eichenberger Livia Eichenberger

Dieser Artikel ist am 28. August 2021 in der Zeitung DIE WELT erschienen.

WELT_Menschzentrierte KI
 

Künstliche Intelligenz (KI) ist einer der zentralen Treiber der digitalen Transformation. Über die vergangene Dekade hinweg haben sich bahnbrechende Anwendungen der Technologie regelmäßig aneinandergereiht und sich dabei regelmäßig selbst überholt. Angetrieben durch den immer weiter voranschreitenden Erfolg von KI-Technologie diffundiert diese stetig in alle wesentlichen Bereiche des menschlichen Lebens hinein. Neben der Arbeitswelt schließt dies insbesondere auch das breitere gesellschaftliche Leben ein. Dabei sind sich KI-Experten alle einig, dass der aktuelle Entwicklungsstand von KI nur die Spitze eines riesigen Eisbergs ist, dessen Freilegung gerade erst begonnen hat. Die dadurch entstehenden Veränderungen werden eine neue Ära unserer Gesellschaft entstehen lassen, in der Menschen mit Maschinen Seite an Seite arbeiten und leben werden.

Mit der wachsenden Bedeutung von KI für die Gesellschaft nimmt auch die Sorge der Menschen zu, dass die Technologie, die ohnehin schon so viel verändert, in einigen Jahren dazu führen wird, dass Menschen „wie Roboter“ handeln. Während Künstliche Intelligenz heute noch als Werkzeug dient – so wie Maschinen oder Computer früher – wird sie sich in Zukunft zunehmend in die Gedanken und Handlungen der Menschen einbringen. Dazu wird sie das Verhalten von Personen und das Zusammenspiel mit anderen Menschen analysieren, um daraus abzulesen, welche Handlungsoptionen für ihre Nutzer in einem bestimmten Moment am besten sind.

Menschenzentrierte KI ist ein Teilbereich der KI-Forschung, der sich auf die Entwicklung von KI-Systemen konzentriert, die sich menschenähnlich verhalten. Im Gegensatz zur traditionellen KI-Forschung, die sich auf die Entwicklung von KI-Systemen konzentriert, die sich rational und ohne menschenähnliche Eigenschaften verhalten sollen, zielt die menschenzentrierte KI darauf ab, den Menschen und die menschliche Intelligenz zu studieren, um KI-Systeme mit ähnlichen Eigenschaften zu entwickeln.

Die menschenzentrierte KI ist durch den Wunsch motiviert, KI-Systeme zu schaffen, die mit Menschen auf natürliche Weise interagieren können. Rationale KI-Systeme können zwar intelligent handeln, verhalten sich aber nicht wie Menschen, was ein Hindernis für ihre Akzeptanz durch Menschen sein kann. Während sich die herkömmliche KI-Forschung auf die Überwindung dieser Barriere konzentriert hat, zielt die menschenzentrierte KI-Forschung darauf ab, KI-Systeme zu schaffen, die sich auf natürliche Weise verhalten, so dass sie für den Menschen besser nachvollziehbar und akzeptabel sind. Es ist wichtig, dass wir uns im Vorfeld vergewissern, dass die Technologie im Einklang mit unserer Menschlichkeit steht und den Menschen in der Arbeitswelt nicht nur unterstützt, sondern ihn auch nicht „überholt“. Eine solche menschenzentrierte KI kann dabei helfen, menschliche und nicht-menschliche Intelligenz in einem gesunden Verhältnis miteinander zu integrieren. Der Fokus liegt dabei auf den Bedürfnissen der Nutzer, die als die wichtigsten Zielgruppen der Technologie betrachtet werden.

Die zentrale Herausforderung der künstlichen Intelligenz ist daher nicht die Technologie selbst, sondern vielmehr der Umgang des Menschen mit dieser Technologie. Die technische Entwicklung wird in Zukunft weitergehen und damit immer intelligentere, autonome Systeme hervorbringen. Die Systeme und ihre Entscheidungsprozesse werden den Menschen zunehmend hinter sich lassen, „maschinelles Lernen“ wird das Gebot der Stunde sein. Dabei ist es wichtig, dass die Menschen die KI-Technologie als einen Schritt in eine bessere Zukunft begreifen und nicht als Bedrohung verkörpert. Die Entwicklung der KI ist ein Prozess, der nur durch den Dialog zwischen Menschen und Technologien bewältigt werden kann. Die unzureichende Aufklärung der Gesellschaft über die Technologie und die unzureichende Kommunikation zwischen den Nutzern und der Industrie spielen hierbei eine große Rolle. Dabei sollte der Mensch immer im Vordergrund stehen und nicht nur als ein Werkzeug der KI.

Genese

Der vorstehende Text wurde mithilfe der KI „GPT-3“ verfasst. Das Akronym GPT steht für „Generative Pretrained Transformer“ (in der Version 3), einer KI, die in 2020 durch das Amerikanische Forschungsunternehmen OpenAI entwickelt wurde. Bei GPT-3 handelt es sich um ein sogenanntes generatives Sprachmodell, das auf einer extrem großen Menge an diversen Texten aus dem Internet trainiert wurde.

Das Training von GPT-3 erfolgt mittels Deep Learning, einer Gruppe von Methoden aus dem maschinellen Lernen, die grobe Ähnlichkeiten zur Informationsverarbeitung und -weitergabe im menschlichen Gehirn aufweisen (Nervenzellen bzw. Neuronen geben die zu verarbeitenden Informationen an andere Neuronen und Hirnareale weiter). Im Rahmen des Modelltrainings passen sich die rund 175 Milliarden Parameter von GPT-3 an die zugrundeliegenden Trainingsdaten an und erlernen den Zusammenhang zwischen dem zuvor beobachteten Text eines Satzes/Abschnittes und dem nächsten, wahrscheinlich auftauchenden Wort. Hierdurch generiert die KI während des Lernvorgangs ein generelles und umfassendes Verständnis über die Verwendung von Worten im jeweiligen Kontext.

So geschah es auch in diesem Artikel. Als Ausgangsbasis der Textgenerierung dienten lediglich die ersten fünf Sätze des ersten Absatzes. Hierin wurde der Kontext definiert, in dem die KI operieren soll. Alle darauffolgenden Abschnitte wurden eigenständig durch die KI generiert und inhaltlich nicht modifiziert (Anmerkung: es wurden einzelne Absätze wiederholt erzeugt und anschließend zu einem Artikel zusammengefügt).

Der Schlüssel zum Erfolg liegt also in der geschickten Definition des Kontextes, der die KI im Prozess der Generierung anleitet. Bahnbrechend ist hierbei, dass die Kontextdefinition über natürliche Sprache funktioniert und nicht manuell in die KI „einprogrammiert“ werden muss. Die KI „versteht“ somit eigenständig den Kontext, in dem sie sich bewegen soll.

Wir hoffen, Ihnen mit diesem Beispiel einen Eindruck von der Mächtigkeit solcher KI-Systeme geben zu können. Es ist zu erwarten, dass bereits in naher Zukunft neue Versionen dieser und ähnlicher KI-Systeme entstehen, die in der Lage sein werden, noch bessere Ergebnisse erzeugen zu können.

Sebastian Heinz Sebastian Heinz

Data Science ist in aller Munde, doch wie lässt es sich am besten im Unternehmen einsetzen? Was muss man bei der Planung eines AI Projektes beachten? Was sind die Risiken, und was sind die potenziellen Vorteile? Es sind genau diese Fragen, mit welchen sich die Studierenden der Dualen Hochschulen Baden-Württemberg im Rahmen der Gastvorlesung mit STATWORX auseinandergesetzt haben.

Aspekte der Vorlesung

Anfang Juni haben unser COO Fabian Müller und Data Science Consultant Paul Mora eine Vorlesung im Rahmen des Wirtschaftsingenieur-Studienganges der DHBW gehalten. Der Fokus der Vorlesung war es, den Studierenden bewusst zu machen welche Aspekte es bei der Planung und Evaluierung eines Data Science Projektes zu beachten gilt. Neben den finanziellen Risiken wurde hierbei auch explizit auf die ethischen Fragen der Nutzung von Künstlicher Intelligenz eingegangen.

Fabian Müller, COO bei STATWORX, hält regelmäßig Vorträge an Hochschulen & Universitäten, um aktiv Aufklärung zum Thema künstliche Intelligenz zu betreiben.

Eine unserer Missionen bei STATWORX ist es, unser Wissen mit der Gesellschaft zu teilen. Vorträge an Hochschulen und Universitäten sind dabei eine tolle Möglichkeit, die Generation von morgen für Vorteile und Risiken von KI zu sensibilisieren. 

Hands-on Case Study

Als benotete Hausaufgabe haben sich die Studierenden dann in Gruppen aufgeteilt und einen selbst erdachten Data Science Use Case im Rahmen eines Unternehmens bewertet. Eine besonders gute Bearbeitung der Aufgabe ist dem Team von Christian Paul, Mark Kekel, Sebastian Schmidt und Moritz Brüggemann gelungen. Wie im folgenden Abstract beschrieben, widmete sich das Team der Überlegung des Einsatzes von Data Science bei der Vorhersage von Kundenbestellungen.

Consultant Paul Mora erklärt den Studierenden der DHBW den AI Project Canvas.

Abstract: Anwendung künstlicher Intelligenz im Kontext eines fiktiven Unternehmens

Die vorliegende Fallstudie gibt einen Überblick über die Möglichkeiten einer KI-gesteuerten Problemlösung anhand des fiktiven und aufstrebenden Unternehmens aus dem Bereich der Wintersportausrüster. Hierbei wurden vier unterschiedliche Use-Cases, die von der Nutzung einer KI profitieren, innerhalb einer Machbarkeits-Wirkungs-Matrix analysiert und das Konzept eines KI-gesteuerten After-Sales-Managements priorisiert.

Bezüglich des After-Sales-Managements wurden bis dato keine innovativen Methoden zur Verkaufsförderung entwickelt. Lediglich die Versendung von Gutscheinen, vier Wochen nach Erhalt der Bestellung, findet bereits Anwendung. Dies stellt hierbei jedoch keine adäquate Lösung für eine langfristige Kundenbindung dar. Mithilfe konzentrierter Rabatt- oder Gutscheinaktionen sollen Kunden zukünftig zum richtigen Zeitpunkt zu einem erneuten Kauf der Produkte angeregt werden. Der richtige Zeitpunkt, also der Fälligkeitstag, an dem der Bedarf des Kunden auftritt, soll hierbei unter der Verwendung von KI fortlaufend ermittelt werden. Unter dem Einsatz der KI erhofft sich das Management den Customer Journey nachvollziehen und diesen zukünftig vorhersagen zu können. Die absatzsteigernde Maßnahme basiert dabei auf dem von Daniel Kahnemann und Vernon L. Smith entwickeltem Konzept der deskriptiven Entscheidungstheorie, welche empirisch darstellt, wie Entscheidungen in der Realität getroffen werden. Die deskriptive Entscheidungstheorie definiert dabei Anreize zur richtigen Zeit, um gegenwärtige Bedürfnisse/ Bedarfe zu stillen, als einen zentralen Aspekt in der Entscheidungsfindung eines Entscheidungsträgers.

Das Data Sciences Model Canvas wurde hierbei als Werkzeug zur Strukturierung des Implementierungsprozesses der KI innerhalb des Unternehmens gewählt. Dabei soll das vorliegende Machine-Learning-Problem, unter dessen Verwendung zukünftige Bestelltermine der Kunden vorausgesagt werden sollen, mithilfe des sogenannten „Supervised Learnings“ bearbeitet werden. Übergreifend versucht der Algorithmus eine Hypothese zu finden, die möglichst zielsichere Annahmen trifft, wobei es sich unterkategorisiert um ein Regressionsproblem handelt. Richtig umgesetzt, werden Kunden bereits zum Zeitpunkt, an dem ihr Bedarf auftritt, mithilfe von konzentrierten Rabattaktionen zu einem Kauf angeregt. Dies ermöglicht unter anderem auch die Bindung hybrider Kunden, deren Nachfrageverhalten zwar wechselhaft ist, jedoch latent beeinflusst werden kann. Der Einsatz eines intelligenten After-Sales-Management-Systems ermöglicht somit eine langfristige Markt- und Kundenorientierung.

Interesse geweckt?

Den voll ausgearbeiteten Bericht sowie eine kurze und prägnante Management-Präsentation könnt Ihr euch nachfolgend herunterladen. Der Bericht zeigt, wie man Data Science effektiv innerhalb ein Unternehmen verwenden kann, um Kundenbeziehung zu stärken und Entscheidungen fundierter zu treffen. Des Weiteren präsentiert der Bericht drei weitere potentielle Einsatzmöglichkeiten von AI und wägt dessen Vorteile und Nachteile durch das AI Project Canvas ab.

Paul Mora Paul Mora

Von der Zeichenbank zum Machine Learning Forschungsprojekt

Als eine der führenden Beratungen im Bereich Data Science, KI & Machine Learning treffen wir bei STATWORX regelmäßig Menschen, die uns mit ihren revolutionierenden Ideen nachhaltig beeindrucken. Eines haben viele dieser Menschen mit ihren Produktideen gemeinsam: Sie wollen einen persönlichen pain point in ihrer Arbeitweise verringern. Einer dieser spannenden Menschen mit einer außergewöhnlichen Idee ist Marco Limm.


Bild 1: Marco Limm, Gründer des Startups creaition

Marco Limm hat das Start-up creaition gegründet, das mit seinem Produkt den äußerst komplexen und sehr iterativen Prozess der Designentwicklung optimieren möchte. Aber wie er auf diese Idee?

Während seines Studiums im Bereich Transportdesign in den USA kam ihm erstmals die Idee, den Designprozess mit Hilfe von Machine Learning zu optimieren. Dazu motiviert hat ihn, dass viele seiner Arbeiten, um es in seinen Worten zu sagen, „für die Tonne“ produziert wurden und er dadurch angespornt wurde, einen effizienteren Weg zu finden.

Die Idee, ein eigenes Produkt zu entwickeln, dass als digitale Muse für Designer*innen fungiert, umtrieb Marco bereits seit dem 3. Semester sehr stark. Mit der Motivation, auch anderen Designer*innen damit die Arbeit zu erleichtern, und angespornt von der Neugier, ob seine Idee tatsächlich umsetzbar ist, entwickelte er aus der Idee eine Forschungsarbeit, der er sich sowohl für seine Bachelor- als auch seine Masterarbeit widmete.

Die Entwicklung des creaition Prototypen

Erste Versuche mit 3D Modellen, Bilddaten & knappen Ressourcen

Marco sieht den wichtigsten Einfluss von Designer*innen am Anfang und Ende des klassischen Designprozesses – darauf müssten sich Designer*innen seiner Meinung nach viel stärker konzentrieren können. Der mittlere Part des Designprozesses umfasst z.B. „stundenlanges Auto-Fronten zeichnen“, so Marco. „Die Morphologie kann die Maschine übernehmen, dafür braucht man keinen menschlichen Designer.“

Abbildung eines Designprozesses
Bild 2: Abbildung der klassischen Struktur des Designprozesses und des interaktiven Aufbaus.

Basierend auf der Grundidee der Optimierung durch Machine Learning startete Marco zusammen mit Kevin German, im Rahmen der gemeinsamen Bachelorarbeit an der Uni, die Entwicklung des Algorithmus. Ziel war es, eine künstliche Intelligenz (KI) zu trainieren, die selbstständig Design-Vorschläge basierend auf historischen Daten kreiert.

Zuerst hat das Duo versucht, mit 3D Modellen zu arbeiten, die Marco selbst erstellt hatte. Bei diesem Versuch stießen die beiden schnell an ihre Grenzen, da ihnen in der Uni nicht die ausreichende Rechenleistung und Infrastruktur zur Verfügung stand. Ein weiteres Problem waren zudem mangelnde Daten.

In einem zweiten Schritt versuchten sie sich an Bildern, die sie aus verschiedenen Quellen bezogen (Archive, Online etc.). Das hat zwar schon besser funktioniert, aber die Ergebnisse, die der Algorithmus aus diesen Daten generierte, waren mehr Kunst als Industriedesign. Einer seiner Professoren hätte diese Ergebnisse gerne als Kunstprojekt veröffentlicht, erzählt uns Marco. „Es kamen zwar schöne Kompositionen dabei raus, die man sicherlich in ein Museum stellen könnte, aber leider war das nicht das eigentlich Ziel.“


Bild 3: In einem „Picture Book“ zeigt Marco Limm die Ergebnisse der verschiedenen Phasen der Entwicklung des Machine Learning Algorithmus‘.

3-Layer Ansatz für den Machine Learning Algorithmus

Aus diesen ersten beiden gescheiterten Versuchen konnte die Erkenntnis gezogen werden, dass sie eine weniger komplexe, aber auch nicht zu abstrakte Datengrundlage brauchten. Es ging noch einmal zurück in die Recherche-Phase, Bücher wälzen, verschiedene Ansätze prüfen, neue Eindrücke sammeln. Das hatte zur Folge, dass sie im dritten Anlauf mit einem ganz neuen Ansatz starteten. Bei diesem neuen Ansatz unterteilten sie das Design in 3 Layer: Silhouette, Flächen, Grafiken. Die drei Layer, aus denen sich ein Design zusammensetzt, haben sie genutzt, um die Komplexität der Daten zu verringern.


Bild 4:  Auf dieser Zeichnung von Marco Limm sind man eine Auswahl der zahlreichen Entwürfe, die bei dem klassischen Designprozess vonnöten sind.

Mit dem 3-Layer Ansatz konnte Marco einen geeigneten Datensatz anlegen und mit diesen Daten den Algorithmus trainieren. Dabei heraus kamen 40.000 Designs, aus denen sie nun wählen konnten.

Aus diesem Ergebnis erwuchs die nächste Herausforderung: 40.000 Design zu evaluieren stellte keine wirkliche Arbeitserleichterung dar. Die Lösung? Ein genetischer Algorithmus, der aufgrund der Reaktionen der Designer*innen auf verschiedene Design-Vorschläge den individuellen Geschmack erkennt und darauf basierend neue Vorschläge generiert. Genannt haben sie das „Bottle-Tinder“ – denn auch hier swiped man weiter, je nachdem, ob einem das Design gefällt, oder nicht.

Beim „Bottle-Tinder“-Prinzip werden den Designer*innen immer wieder neue Designvorschläge präsentiert, die sie dann bewerten müssen. Nach etwa 15 Minuten kann der Algorithmus den Geschmack der Person extrahieren und anschließend beliebig anwenden.


Bild 5: In diesem Rendering ist das erste von der KI generierte Flaschendesign abgebildet.

Creaition unterwegs auf nationalen und internationalen Messen

Mit diesem Prototypen im Gepäck machte das Projekt creaition auf verschiedenen Messen auf sich aufmerksam und erhielt dort durchweg positives Feedback bekommen. Ihre Kolleg*innen aus der Designbranche sehen in ihrem Produkt ein hohes Potenzial – wer hat schon Lust auf stundenlanges Auto-Fronten zeichnen?

Creaition war u.a. bei folgenden Messen vertreten:

Next steps: Pilotprojekt

Wir von STATWORX unterstützen creaition aktuell bei Suche nach einem geeigneten Partner für ein Pilotprojekt. Ziel des Proof of Concepts ist die Entwicklung neuer Design-Entwürfe basierend auf extrahierter Design-DNA des Auftraggebers.

Konkret bedeutet das, dass der Machine Learning Algorithmus auf Grundlage Ihrer 2D-Daten neu trainiert wird und daraus eine Design-DNA herausfiltert, mit der dann wiederum beliebig viele neue Design-Vorschläge generiert werden können. In der Regel haben Unternehmen, die für diese Art von KI-Optimierung in Frage kommen, bereits eine Fülle an Daten (v.a. 2D-Daten ihrer Produkte), aus denen sie bisher keinen großen Nutzen ziehen. Nutzen Sie also das Potenzial Ihrer Daten und helfen Sie Ihrer Design-Abteilung dabei, repetitive und monotone Arbeitsschritte zu verringern, damit sie sich auf die wesentlichen, kreativen und schöpferischen Arbeiten konzentrieren können.

Sie möchten noch mehr über creaition erfahren? Hier können Sie sich das vollständige Conference-Paper herunterladen, das Marco Limm und seine Co-Autoren (Kevin German, Matthias Wölfel und Silke Helmerdig) für die ArtsIT zu diesem Thema verfasst haben.

Wenn Sie Interesse an einer Zusammenarbeit in diesem Pilotprojekt haben, dann kontaktieren Sie uns gerne über unser Kontaktformular oder schreiben Sie eine Mail an hello@creaition.io.

Something big is coming

… mit diesem Teaser wurde das STATWORX-Team nun mehrere Monate unter Hochspannung gehalten, bis am 03. Juli 2020 endlich die Pforten des neuen Büros von STATWORX am Hauptstandort Frankfurt am Main geöffnet wurden. Beim gemütlichen Grillen konnte sich das Team nach einer langen Corona-bedingten Home Office Phase wieder persönlich austauschen und die neuen Räumlichkeiten auf sich wirken lassen. Doch wie war der Weg bis ins neue Office? Eins steht fest: it was a piece of work.

„Hilfe, wir brauchen mehr Platz“ lautete bei STATWORX das Motto, als bereits 2018 die Entscheidung fiel, sich nach neuen Office Räumlichkeiten umzusehen. Unser bisheriger Standort im Frankfurter Westend war seit Ende 2016 der offizielle Hauptsitz. Im Rahmen der Expansion des Geschäfts folgten 10 weitere Desks in WeWork und Design Offices in der Frankfurter Innenstadt. Dass dies keine dauerhafte Lösung bleiben konnte, war klar.

Neuer Standort im Frankfurter Ostend

Frankfurt ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort und bietet ein großes Angebot an verfügbaren Büroflächen – doch leider oftmals mit dem Fokus auf einen stark verzimmerten Innenausbau. Für STATWORX sollte es loftartig anmuten, mit großzügigen Bereichen für informelles und offenes Arbeiten; in denen der Austausch von Wissen und Kreativität gefördert werden soll. Nach einer fast zweijährigen Suche fiel unsere Entscheidung auf eine insg. 1.400qm große Einheit in der Hanauer Landstr. 150, unweit der Europäischen Zentralbank gelegen. Das Areal um den Ostbahnhof herum steht seit dem Einzug der EZB für Aufbruch, Innovation und Vorankommen. Ein Spirit, mit dem wir uns sehr gut identifizieren können.

Konfis, Küche & Bar

Im ca. 500qm großen Erdgeschoss trifft man auf die Empfangs- und Konferenzbereiche der Fläche. Insgesamt 4 Konferenzräume, z.B. für unsere offenen Data Science Kurse, unsere Bootcamp-Reihe sowie für interne Weiterbildungsveranstaltungen, fassen insgesamt bis zu 100 Personen. Dem vorgeschaltet ist die großzügige Lobby, die unter anderem für unsere quartalsweise stattfindenden Townhall-Meetings konzipiert wurde; und aufgrund der STATBAR in Zukunft wohl auch Schauplatz vieler After Work Events des Teams sein wird. Cheers! Besonders stolz sind wir auf unsere in Kooperation mit Poliform Berlin geplante (Event-)Küche. Die auf einem Betonboden ruhende Küche befindet sich in einem knapp 70qm großen Raum und wird künftig das kommunikative Herzstück im Erdgeschoss bilden.

Das Herzstück: Der Open Space Bereich

Die Regeletage im ersten Stock unserer Fläche umfasst rund 900qm. Hier herrscht ein Hot Desking Konzept vor, das insbesondere den Erkenntnissen zum Arbeitsalltag der neuerlichen Zeit Rechnung trägt. Muss ein zeitgemäßes Büro für jedes Teammitglied stets einen kompletten Arbeitsplatz vorhalten? Wir finden, spätestens seit Corona, nein. Arbeiten im Jahr 2020 stellt sich immer mehr als eine wenig abgegrenzte Kombination aus Arbeit, Bewegung, Anwesenheit, Home Office und aus spontanen Zusammenkünften dar. Dabei sind eine strenge Verzimmerung von Räumen sowie die Isolation von Menschen in diesen Räumen zum Zwecke des Arbeitens erklärtes Negativbeispiel eines modernen Arbeitsumfelds gewesen. So zielt unser Open Space Bereich des Büros auf Kommunikation ab. Interaktion, Arbeit und Austausch sollen fließend ineinander übergehen. Da dies natürlich nicht für jede Situation des Arbeitstages passend ist, gibt es zusätzlich 5 Gruppenbüros für insg. 20 Teammitglieder sowie die Büros des Managements und die der Geschäftsführung. Immer wieder finden sich in der Fläche Bereiche zum informellen Arbeiten, beispielsweise in Sesseln, auf Sofas oder in einem Think Tank- bzw. Ideenraum, in dem im Stehen konzipiert und gebrainstormed werden kann. In diesem Raum ist beispielsweise die komplette Wand beschreibbar, da sie in einer speziell dafür vorgesehenen Farbe ausgeführt wurde. Besonders interessant war die Planung des Coding Raums, in dem in dunkler „Hacking“-Atmosphäre unsere Mitarbeitenden in besonders ruhiger Umgebung programmieren können. Privat und zurückgezogen sind die Telefonräume konzipiert, die einen Ort für längere Telefonkonferenzen bieten, die nicht am Schreibtisch stattfinden sollen.

Den Namen STATBib hat das Team unserem Bibliotheksbereich gegeben, in dem die umfangreiche Literatursammlung des Unternehmens endlich seinen gebührenden Platz findet. Runde Tische aus geräucherter Eiche mit dunkelgrünen Pendelleuchten darüber versprühen den Charme und die Geborgenheit einer Bibliothek aus vergangenen Zeiten.

Das Farbkonzept

A propos Dunkelgrün: Bei der Planung des Interieurs des neuen STATWORX Offices wurde bewusst auf weiße Wände verzichtet. So gibt es in der gesamten Einheit keine einzige weiße Wand oder Decke. Als Hauptverantwortlicher des Projekts „Neues Office“ war es unserem CFO Julius ein persönliches Anliegen, dass die Grenzen zwischen Arbeiten und Wohlfühlen im neuen Büro verschwimmen. Das ging einher mit der Absage an weiß als typische, langweilige Bürofarbe. Farben sind für die Wirkung der Räumlichkeiten, in denen wir uns bewegen, essenziell. Das Farbkonzept basiert auf erdigen Farben mit grünen Untertönen, die das Gefühl von Behaglichkeit, Besonnenheit, aber auch von Motivation und Energie vermitteln. Bei der Wahl der Möbel kamen überwiegend natürliche Materialien zum Einsatz: viel Echtholz, viel Stoff, viel schwarz – gepaart mit Designklassikern aus unterschiedlichen Epochen und Ländern.

Ein Teil der Unternehmenskultur

All diese kreativen Entscheidungen spiegeln einen wichtigen Teil unserer Unternehmenskultur wider. Diese folgt der Leitlinie eines kollegialen Miteinanders und unserem Versprechen an Arbeit auf höchstem Niveau. Hierzu tragen ein ästhetisch durchdachtes und qualitativ wertiges Arbeitsumfeld genauso bei wie Kompetenz unserer Mitarbeitenden.

Für das Team einen schönen Ort des Arbeitens und des Zusammentreffens zu realisieren, waren mein persönlicher Anspruch und stetiger Motivator über die gesamte Projektdauer hinweg.

Du bist neugierig geworden auf unser neues Office? Wir freuen uns, ab sofort wieder viele neue Gesichter, Kunden, Freunde und altbekannte Partner in unserem neuen Headquarter in der Hanauer Landstr. 150 in Frankfurt begrüßen zu dürfen. Welcome to STATWORX!

Julius Heinz Julius Heinz

Fast gleichzeitig mit unseren Kollegen in Frankfurt sind auch wir, das Schweizer statworx Team in Zürich, Anfang Juli in ein neues Büro umgezogen.

Die neuen Räumlichkeiten im hippen Industrieviertel von Zürich bieten den perfekten Rahmen für das weitere Wachstum und den geplanten Ausbau des Schweizer Standortes von statworx.

Zurück zu den Anfängen

Wie es der Zufall will, wurde statworx Schweiz direkt gegenüber vom neuen Bürogebäude ins Leben gerufen. Zwei Jahre nach der Gründung von statworx in Frankfurt hat unser CEO, Sebastian Heinz, im Jahr 2013 hier am Turbinenplatz diese Zweigniederlassung eröffnet, um die vielen Schweizer Unternehmen direkt vor Ort beraten zu können.

Mit der ersten Erweiterung des Teams im Jahr 2018 wurde der Standort gewechselt und so arbeitete statworx Schweiz bis Ende Juni 2020 im Zentrum von Zürich.

Im neuen Office, am Puls des Kreis 5, haben wir nun genügend Platz für die weitere Entwicklung und dem damit verbundenen Teamzuwachs von statworx Schweiz.

Der moderne Open-Space mit Sichtbeton, weiten Glassfronten und tropischen Pflanzen bietet den perfekten Raum für kreatives und konzentriertes Arbeiten. Die Dachterrasse sorgt für einen perfekten Erholungsort für die Pausen zwischendurch.

AI Potential der Schweiz

Im Laufe der Jahre haben wir bereits mit vielen Schweizer Unternehmen gemeinsam an deren Data Science, Machine Learning und AI Herausforderungen gearbeitet. Dabei sind wir industrieübergreifend aktiv gewesen: ob Versicherung, Finanzdienstleistung, Transport, Retail oder Telekommunikation – wir haben in nahezu allen Branchen bereits Erfahrungen gesammelt. Auch die Themen waren vielfältig und spannend: von der Prognose der Kundenabwanderung im Versicherungsumfeld, einer Datenstrategie im öffentlichen Transport, über Anomalieerkennung in Telekommunikationsnetzen bis zur Prognose von Abflugverspätungen ist so ziemlich alles dabei gewesen, was das Herz jedes Data Scientist höher schlagen lässt.

Auch in Zukunft möchten wir mit unserer Expertise und breitgefächerten Erfahrung dazu beitragen, das Thema Data Science und AI in der Schweiz voranzutreiben und mitzugestalten. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit unserem integrativen End-2-End Ansatz viele Prozesse, Dienstleistungen und Produkte in Unternehmen verbessern und effizienter gestalten können.

Um das AI Potential der Schweiz zu erschließen, werden wir in naher Zukunft ein maßgeschneidertes Portfolio an Initiativen und Workshops lancieren – stay tuned!

 

Livia Eichenberger Livia Eichenberger

Fast gleichzeitig mit unseren Kollegen in Frankfurt sind auch wir, das Schweizer statworx Team in Zürich, Anfang Juli in ein neues Büro umgezogen.

Die neuen Räumlichkeiten im hippen Industrieviertel von Zürich bieten den perfekten Rahmen für das weitere Wachstum und den geplanten Ausbau des Schweizer Standortes von statworx.

Zurück zu den Anfängen

Wie es der Zufall will, wurde statworx Schweiz direkt gegenüber vom neuen Bürogebäude ins Leben gerufen. Zwei Jahre nach der Gründung von statworx in Frankfurt hat unser CEO, Sebastian Heinz, im Jahr 2013 hier am Turbinenplatz diese Zweigniederlassung eröffnet, um die vielen Schweizer Unternehmen direkt vor Ort beraten zu können.

Mit der ersten Erweiterung des Teams im Jahr 2018 wurde der Standort gewechselt und so arbeitete statworx Schweiz bis Ende Juni 2020 im Zentrum von Zürich.

Im neuen Office, am Puls des Kreis 5, haben wir nun genügend Platz für die weitere Entwicklung und dem damit verbundenen Teamzuwachs von statworx Schweiz.

Der moderne Open-Space mit Sichtbeton, weiten Glassfronten und tropischen Pflanzen bietet den perfekten Raum für kreatives und konzentriertes Arbeiten. Die Dachterrasse sorgt für einen perfekten Erholungsort für die Pausen zwischendurch.

AI Potential der Schweiz

Im Laufe der Jahre haben wir bereits mit vielen Schweizer Unternehmen gemeinsam an deren Data Science, Machine Learning und AI Herausforderungen gearbeitet. Dabei sind wir industrieübergreifend aktiv gewesen: ob Versicherung, Finanzdienstleistung, Transport, Retail oder Telekommunikation – wir haben in nahezu allen Branchen bereits Erfahrungen gesammelt. Auch die Themen waren vielfältig und spannend: von der Prognose der Kundenabwanderung im Versicherungsumfeld, einer Datenstrategie im öffentlichen Transport, über Anomalieerkennung in Telekommunikationsnetzen bis zur Prognose von Abflugverspätungen ist so ziemlich alles dabei gewesen, was das Herz jedes Data Scientist höher schlagen lässt.

Auch in Zukunft möchten wir mit unserer Expertise und breitgefächerten Erfahrung dazu beitragen, das Thema Data Science und AI in der Schweiz voranzutreiben und mitzugestalten. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit unserem integrativen End-2-End Ansatz viele Prozesse, Dienstleistungen und Produkte in Unternehmen verbessern und effizienter gestalten können.

Um das AI Potential der Schweiz zu erschließen, werden wir in naher Zukunft ein maßgeschneidertes Portfolio an Initiativen und Workshops lancieren – stay tuned!

 

Livia Eichenberger Livia Eichenberger